Peers & Simulation
Subagenten delegieren. Peers sind Individuen.
Die meisten Multi-Agenten-Systeme sind ein Gehirn, das an Helfer delegiert. Unser Peer-Modell — entwickelt in Antlet.OS, unserer Peer-Plattform — ist anders: Peers sind eigenständige Instanzen mit eigener Session, eigenen Regeln und eigenem privatem Hintergrundgraph.
Das Dual-Graph-Modell
Jeder Peer führt zwei Graphen — gedacht als zwei Ebenen in der Tiefe: vorn die Sicht, dahinter der Zustand.
- Vorn: die Interaktionsprojektion — die aufgeräumte, teilbare Sicht einer Session: Fragen, akzeptierte Antworten, nächste Schritte — berechnet je Nutzer, Viewpoint und Revision.
- Dahinter: der Prozesszustandsgraph — Beobachtungen, Evidenz, Regeln, Entscheidungen, Konflikte und Alternativen. Der vollständige Fallzustand — er verlässt den Peer nie.
- Koordiniert per Konstruktion — die Vorderseite wird aus dem Hintergrund abgeleitet: Eine Antwort wird zum typisierten Ereignis, der besitzende Peer berechnet den nächsten Zustand und eine neue Projektion. Es gibt kein zweites Regelwerk.
Abb. 01 — das Dual-Graph-Modellvorn: geteilt · dahinter: privat
Zwei Arbeitsmodi — und wann welcher passt
Abb. 02 — Subagenten vs. PeersTiefenkarte: privater Graph · gold gestrichelt: simulierter Peer
Subagenten & Child-Agents — Delegation innerhalb eines Orchestrators: geteilter Kontext, geliehenes Gehirn, weg, wenn die Aufgabe endet. Genau richtig, um eine Aufgabe in parallele Arbeit zu zerlegen.
Peers — unabhängige Individuen: eigene Session, eigener Zustand, eigener privater Hintergrundgraph. Geteilt werden nur Projektionen — die Plattform kopiert nie das Innere eines Peers. Richtig für Systeme, die ihre Entscheidungen selbst verantworten müssen.
A2A + Antlet-Semantik — Discovery, zustandsbehaftete Tasks und Artifacts laufen über Standard-A2A 1.0; unsere schlanke, versionierte Erweiterung ergänzt Projektionen, Evidenz und Freigaben. Effizient auf der Leitung — und private Daten verlassen ihren Peer nie.
Simulation & System-Mocking — weil ein Peer ein echtes Individuum hinter einem Vertrag ist, können wir ihn gegen einen simulierten tauschen. Wir mocken ein ERP-Gegenstück, eine Lieferanten-API, ein Partnersystem oder eine Behörde und testen komplette Journeys vor dem Go-live — ein simulierter Erfolg ist dabei immer als simuliert gekennzeichnet, nie als echt verkauft.
Abb. 03 — die BITS Agenten-SchichtKanäle · Orchestrierung · Fähigkeiten · Fundament
In jedem Peer
Jedes Mal gleich gebaut
Ob Peer oder einzelner Agent: Wir bauen jeden auf derselben bewährten Schicht — austauschbare Runtimes darunter, offene Protokolle dazwischen, Sicherheit by Design darüber. Ändert sich morgen ein Framework, bleibt Ihre Investition bestehen.
- MCP-first-Integration — jeder Konnektor einmal gebaut, nutzbar aus Copilot, Claude, ChatGPT und Ihren eigenen Agenten.
- Guardrails & Freigaben — Richtlinien, Schwärzung personenbezogener Daten und menschliche Freigabe kritischer Aktionen.
- Observability — OpenTelemetry-Traces, Kosten pro Lauf und Regressions-Evals bei jeder Änderung.
- Gedächtnis & Zustand — Workflows mit Checkpoints, die Neustarts überleben und tagelang laufen können.
- Compliance im Blick — entwickelt mit Blick auf die Transparenzpflichten des EU AI Act und DSGVO-konforme Datenhaltung.
Neugierig, wie ein Peer für Ihr System aussieht?
Bringen Sie eine Integration oder ein Gegenstück-System mit — wir skizzieren den Peer, seinen Vertrag und einen Simulationsplan im ersten Gespräch.
